Wunderliche Orte

Die Suche nach Orten in einer unserer berühmten Datenbanken für Familienforscher bringt seltsame Ergebnisse. Aus dem aufgeflammten Disput, ob diese wundersamen Blüten durch Menschen oder Software verursacht wurden, werde ich mich heraushalten. Man kann es für ärgerlich halten, und über manche Fehler darf man wirklich ungehalten sein, aber ich muss gestehen, dass ich manche der Blüten einfach charmant finde.

Emma Klein, zum Beispiel ist im Ort <”an b[l]ühender Schwindsucht”>  gestorben, Hermann Huelsebus aber 1914 im Ort <”auf dem Felde der Ehre”>. Johann Wachtendorf starb 1821 <”auf dem Weg nach Bremen”> . Google Maps kann das sogar verarbeiten und findet den Ort bei den “Borgfelder Wiesen”, einige Km östlich von Bremen. Na ja.

Es gibt auch den Ort <D 04720 Grossbauchlitz> aber keinen Ort, der Grossbauchlitz heißt. Viele weitere Orte beginnen mit D_. Das kann man, weil offensichtlich PLZ, noch nachvollziehen. Aber wie soll man solche Orte finden? Seltsam erscheint auch, dass Leopoldine Reinhardt im Ort <c 1851> geboren ist. Weshalb es einen Ort <E Düsseldorf> gibt ist mir völlig unverständlich.

Es gibt auch mehrere Leute aus <H amburg>. Da ist wohl ein sprachlicher Defekt wahrscheinlich.Johann Gregory wurde in <P1012> geboren. Im selben Ort sind noch 5 weitere Personen geboren. Eine Frau Windisch verstarb im Ort <Chirurgische Uni-Klinik, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland>. Akker STRATINGH wurde in <Arzt in Groningen> getauft.
Wilhelm Hermann ASENDORF starb am 05 JUN 1943 in <U 217, Atlantik>. Das ließe sich ja u.U. nach Archivunterlagen und mit Geo-Referenzierung lösen.

Bei Forscherfreund Herbert G. gibt es die X-Orte, z.B. <x bei Amiens> aber auch <x am Schwarzen Meer>. Schön finde ich auch die Orte < ” aus der Schweiz gebürtig “> und < “Amerika”>.

Bei allem Charme bleibt ein Problem: Suchmaschinen können diese Orte nicht finden.

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2 Responses to Wunderliche Orte

  1. Wulf says:

    Logische Konsequenz dieser Fund-Orte wäre es, neben den Daten und Orten noch ein Kommentarfeld zu fordern, in das Bemerkungen wie Uniklinik oder an Schwindsucht eingetragen werden können.
    Auch ich habe, mangels Feld, andere Informationen in den Todesort geschrieben,die dann im Textausdruck logisch erscheinen. – Als ich anfing (1995) wusste ich von GEDBAS noch nichts.
    Weiter so – Gruß
    Wulf

  2. Klaus Vahlbruch says:

    Köstlich, wirklich aufmunternd, denn unbeobachtet von der www-Listenwelt fühlt man sich unwillkürlich ertappt bei eigenen Eingabesünden, und ich weiß, sie sind da, bei mir in meiner Genealogie. – Hab ich ein Glück, dass meine Daten noch nicht im Gedbas stehen. ;-)
    Danke Peter für diese vergnügliche Abendlektüre.
    Klaus aus Altona