Die Google-Buchsuche als Werkzeug für den Familienforscher

Wer seine Familie bereits ein wenig erforscht und Aussagen zu Berufen und sozialem Stand zusammengetragen hat, der hat auch ein Gefühl dafür, ob es möglicherweise in der Literatur Erwähnungen zu den erforschten Namen geben könnte. Das ist mit einiger Wahrscheinlichkeit bei Namen zu erwarten, die sich auch in Immatrikulationslisten der Universitäten finden. Denn wissenschaftliche Disputationen wurden gedruckt und Personen der Wissenschaft, Verwaltung und Politik hinterließen Spuren in Büchern. Wenn nun die Gunst des Schicksals dem oder den Vorfahren noch einen seltenen Namen zugeteilt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass gedruckte Texte zur Familie auffindbar sind.

Das ist ja alles nicht neu. Allerdings bedurfte es bisher intensiver Recherche in Bibliotheken und Archiven, Sherlock Holmes’schen Scharfsinns und dieses berühmten Quäntchen Glücks, manchmal auch einfach des Zufalls, um zu entsprechenden Erkenntnissen zu gelangen. Die Digitalisierung von Büchern, wie sie jetzt von Archiven und Bibliotheken betrieben wird, aber in unübersehbarem globalem Ausmaß von der Firma Google, lässt uns solche Informationen viel leichter als bisher und auch in größerem Umfang finden. Da wir gerade am Beginn dieses Prozesses stehen, können wir in Zukunft mit noch besseren Erträgen rechnen.

Es wäre ungerecht, hier die gelegentlich dürftige Qualität mancher dieser Informationen bei ‘google.books.com’ bzw. ‘google.books.de’ zu beklagen. Das Auffinden einer neuen Quelle überstrahlt solche Beckmesserei bei weitem. Wenn man den gefundenen Hinweis wie eine mögliche Spur in einer archivalischen Findkartei versteht und sich das zitierte Buch anschließend in einer zugänglichen Bibliothek besorgt, kann sich über dieses Verfahren ein wichtiger Ertrag einstellen.

Unter Meine Bibliothek können die recherchierten Bücher bei Google Buchsuche archiviert werden. Unter dem Begriff Rezension kann man sich Notizen machen oder weiter Ausführungen hinterlegen und anschließend über sogenannte Labels eine Verschlagwortung vornehmen. Ich hatte diese Möglichkleit bisher übersehen und beginne sie auszuprobieren. Wenn es euch interessiert, könnt ihr mich bei meiner Buchrecherche beobachten und begleiten. Die ‘Literaturstellen-Datenbank’ erreicht ihr hier.

PS. Ich stehe in keiner wirtschaftlichen Nähe zu Google und beobachte eine mögliche problematische Dominanz durchaus kritisch. Bisher waren mir die angebotenen Werkzeuge jedoch für mein Hobby nützlich.

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