Bildnisse unserer Vorfahren

Wie sahen unsere Vorfahren aus? Diese Frage stellt sich der Familiengeschichtsforscher häufig für seine Vorfahren der vorfotografischen Zeit, vor allem immer dann, wenn diese keine hohen Ämter bekleideten und nicht aus  vermögenden Familien stammten.  Bei ersteren konnte das gezeichnete, gemalte oder gestochene Porträt durchaus üblich gewesen sein oder wenigstens häufiger vorkommen.

Nun müssen wir ja nicht unbedingt ein persönliches Porträt haben, um einen Begriff von Kleidung und Haartracht von Amtmännern, Professoren, Rektoren oder Handwerkern und Handelsmännern einer bestimmten Epoche zu bekommen. Die üblichen Kleiderordnungen sind ein gewisser Garant für Vergleichbarkeit.

Mit dem DFG-geförderten Projekt DIGITALER PORTRAITINDEX – www.portraitindex.de – steht seit kurzem eine Bilddatenbank zur Verfügung, die vor allem auch für Genealogen reizvoll ist. Mit etwa 200.000 Bildern aus 400 Jahren (1450-1850) gelingen schöne Ergebnisse. Mit ein bisschen Interpolieren kann man für eine Reihe von Funktionen gute Annäherungen finden. Die Sammlung wird weiter aufgefüllt.

Bild: Gruling, Philipp (aus Stolberg/Harz; Konrektor in Nordhausen; 1627 Rektor in Stolberg; danach Leibarzt, Stadtmedicus und Bürgermeister in Stolberg; Vater des Mediziners Philipp Gerhard Gruling; Mediziner; Rektor; Bürgermeister, 1593-1667). Gefunden in der Datenbank.

Quelle: Caemmerer, Christiane, “Dies Bildnis ist bezaubernd schön”, in Bibliotheks-Magazin, Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München, Juni 2012, Heft (2/2012), S. 69-72.

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