Das Reisebuch ‘El Hierro’ – ein Beispiel für Selfpublishing

Gedruckte Bücher haben immer noch die Nase vorn. Das berichtet Emil Francke aus eigener Erfahrung.

Eine schnellebige Zeit überholt die Projekte von gestern. Wir müssen uns der Realität stellen.

Der weiter unten stehende, jetzt überholte Artikel wurde hier am 1. Januar 2016 unter dem Titel ‘El Hierro (epub-eBook)’ veröffentlicht. Damit verbunden war die Idee, auf das eBook im epub-Format und auf den deutschen Buchhandel zu setzen. Es hat aber keinen Zweck, mit demKopf durch die Wand zu wollen.

Für Selfpublisher, die ihre Arbeit nicht nur publizieren, sondern auch gelesen wissen möchten, führt kein Weg an einer umfassenden Verbreitung und einem ordentlichen Marketing vorbei. Nach mageren Ergebnissen mit tolino-media hat Francke nun die Erfahrung gemacht, dass eine Kombination von Print & ebook bei einem modernen Verlag seine Vorstellungen besser voranbringt. Für ihn leistet das derzeit BoD (Book on Demand). Seit der Doppelstrategie mit beiden Kanälen und der Einbeziehung von AMAZON wird sein Buch zu seiner Zufriedenheit nachgefragt. Bei Francke machen die eBook-Verkäufe allerdings nur zehn Prozent aus. Diese Erfahrung haben auch andere Selfpublisher gemacht.

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El Hierro (epub-eBook) / überholt

Wer kennt eigentlich Emil Francke? Ich lernte ihn während meiner Arbeit an einem Aufsatz zu eBook und Genealogie (CG 3/2015) kennen. So wie ich, hat er in den letzten Jahren des Öfteren die Kanareninsel El Hierro besucht. Emil hat nun ein Büchlein zu dieser kleinsten der Kanareninseln fertig gestellt, mit dem Titel „El Hierro, Urlaubsziel & Zuhause“. Der Titel verrät nicht, dass er den etwa 40 Kurzkapiteln drei genealogische Gespräche untergeschoben hat.

Wie er mir sagte, gibt er seinen Text ganz bewusst als Original-eBook bei Tolino-Media heraus. Er will wissen, ob die neue Plattform, die ja als Gegenpol zur Dominanz von Amazon konzipiert wurde, wirklich eine Chance hat, wahrgenommen zu werden. Er hofft es, bleibt aber zunächst skeptisch. Beobachtet er doch, dass die gute Idee einer übergreifenden Plattform für eBooks im deutschsprachigen Raum mit den kleinteiligen Strukturen des deutschen Buchhandels kollidiert.

Auf die Frage, ob er demnächst doch bei Amazon publizieren würde, zog er nur seine Stirn in Falten. Mehrdeutig!

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