Wie man mit Sch… – pardon, Fäkalien – Geld macht

Johann Carl Wilhelm Teuthorn, Chemiker und Fabrikant, 1814 – 1868

In den Kaphahnschen Erinnerungen [1] wird er als „Chemiker in Leipzig, Begründer der Guano-Fabrik (Düngemittelfabrik) in Leipzig“ benannt. Dort heißt es auch: „und erfand, dass sich luftleer gepumpte Wagen von selbst wieder füllen, also geruchlose Entleerung der Abortgruben; der Dung wurde in großen Gruben abgetrocknet und an die Ökonomen verkauft.“

J. König nennt 1887 neunzehn verschiedene Verfahren zur Verwendung und Verarbeitung von Fäkalstoffen, darunter
“10. Verfahren Teuthorn
Teuthorn stellt durch Abfuhr des Abortinhalts einer Anzahl Häuser in Leipzig in der Weise eine trockene Dungmasse her, dass die Stoffe in flache Erdgruben gebracht werden, wobei sich das Flüssige in tiefer liegende Bassins sammelt; die feste Masse wird mit Schwefelsäure behandelt, auf Horden unter Schuppen getrocknet, zerkleinert und gesiebt. [2]“

[1] Leonhardt, Volkmar: Der Ahnen Freud und Leid, Frankfurt a. Main 1987, in Deutsches Familienarchiv Bd. 98-100.
[2] Prof. Dr. J. König: Die Verunreinigung der Gewässer, deren schädliche Folgen, nebst Mitteln zur Reinigung der Schmutzwässer, Berlin 1887, S. 206.

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