eBook

Das eBook & die Genealogie

Ich gehe hier der Frage nach, ob und wie das eBook für das Veröffentlichen von Texten unseres Hobbys, der Familiengeschichtsforschung, taugt. Die Frage ist, ob es Sinn gibt, die Ergebnisse genealogischer Forschung mittels des Mediums eBook zu verbreiten.

Eine erste Antwort ist, ja aber ….

…. Es ist schnell erkennbar, dass sich das  Medium nicht dazu eignet, Listen, Graphiken  und Tabellen weiterzugeben. Aber für Geschichten, Erinnerungen, Episoden aus der Familiengeschichte, auch für Ortsbeschreibungen und Ähnliches, ganz vorzüglich auch für eigene Texte, die noch geprüft, verändert oder einfach auf Fehler durchgesehen werden müssen, ist diese Form besonders gut geeignet. Neben dem reinen Text lassen sich auch Fotos und Scans ergänzend darstellen. Allerdings braucht es dafür viel Augenmaß. Eigentlich geben Bilder nur Sinn, wenn das Ausgabegerät ein Tablet ist. Bei einer derzeitigen Gerätepalette von SW-eBook-Reader über Smartphone bis Tablet und Browseransicht ist die Beschränkung auf sehr wenige Bilder anzuraten. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass das Werk allein schon aus technischen Gründen verrissen wird.

Ein weiterer Aspekt, sich mit dem eBook zu befassen, liegt darin, dass die Zahl der Besitzer von eBook-Readern in wenigen Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit exponentiell zugenommen haben wird;  eBooks sind ja, wie gerade erwähnt,  auch über weitere Ausgabegeräte zu lesen. Außerdem sind Texte nahezu ohne Kosten ansprechend zu erstellen und können im Familien- und Freundeskreis leicht weitergegeben werden. Bei einer weiteren Akzeptanz der Technik könnten so ganze Pools kleiner familiengeschichtlicher Abhandlungen entsstehen.

Wenn sich die Methode durchsetzt, könnte sich das eBook als Vorstufe zum Buch etablieren, nicht umgekehrt. Den Grund für diese Erwartung sehe ich in der minimalen Formatierung eines eBook-Textes. Auf dieser einfachen Basis würden dann komplexere Formatierungen auf dem Wege zum Buch folgen können.

Grundsätzliches

Wie bei anderen Technikentwicklungen – Schmalfilm, Videokasetten u.a. – wurden parallel mehrere Formate entwickelt, die weiter nebeneinasnder bestehen, aber untereinander nicht kompatibel sind. In Deutschland und dem nicht englischsprachigen Europa bietet sich das von Amazon unabhängige offene EPUB-Format an. Alle künftigen Aussagen beziehen sich darauf. Es ist aber möglich, in diesem Format erstellte Buch-Dateien mittels Konvertern in das Apple- und sogar in das Kindle-Format umzuformen.

Weitere Ausführungen sind über die Hauptnavigation oder über die vorstehenden Links erreichbar. (Stand Herbst 2014, kleine Aktualisierungen in den Folgekapiteln.)

Im September wird in der ComputerGenealogie 3/2015 ein Artikel zum Publizieren per eBook für Familienforscher erscheinen.

Stand Mitte 2015

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