“Bilder aus der deutschen Vergangenheit”

Als Heranwachsender las ich mit Begeisterung Gustav Freytags ‘Die Ahnen’ (1) in der sechsbändigen Ausgabe Hirzel, Leipzig 1922 und ‘Soll und Haben’ (2) in der zweibändigen Ausgabe von 1913. Beide schenkte mir Mitte der 60er Jahre meine Großmutter aus ihrem Bücherbestand. Ganz beiläufig lernte ich über diese Texte die gedruckte deutsche Kurrentschrift. Die Bände stehen immer noch in meinem Bücherregal.

Das ist nostalgische Vergangenheit. Um die gegenwärtige Jahreswende habe ich nun erstmals Auszüge aus Freytags Hauptwerk gelesen. Es sind die ‘Bilder aus der deutschen Vergangenheit’.  Und da wir nun in der Gegenwart sind, schaue ich per eBook und lateinischen Buchstaben zurück. “Freytag schildert darin die deutsche Geschichte am Beispiel ausgewählter Quellentexte. Continue reading

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Compy & Commerzy

Die Computergenealogie 4/2014 (S.29) berichtet vom Vereinsabend anlässlich des Genealogentages Kassel und erwähnt die im Rahmen des Unterhaltungsprogramms vorgetragene Satire über “Compy und Commerzy”.  Ein gewisser PT  “setzt sich kritisch mit dem Selbstverständnis unseres Vereins auseinander, der sich als oberstes Ziel OpenAccess auf die Fahnen geschrieben hat.

Das bisher sorgsam vor der Öffentlichkeit versteckte Manuskript konnte ausfindig gemacht und somit eine möglicherweise vorhandene Neugier befriedigt werden.

Das Märchen vom großen Compy

Es war einmal,
lange vor unserer Zeit im letzten Jahrhundert…. Continue reading

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Wie funktioniert Integration ? – Der Hype vom 9. Dezember

Zitate vom 9.12.2014

Die CSU fordert in Deutschland lebende Ausländer auf, sich grundsätzlich auf Deutsch zu unterhalten – in der Öffentlichkeit, aber auch zu Hause in der eigenen Familie. “Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen“, heißt es in einem Leitantrags-Entwurf für den Parteitag. [...] Die anderen Parteien überschlagen sich vor Kritik. [...] SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die CSU ist in Absurdistan angekommen.“ Der Vorschlag sei „zum Schreien komisch“, wenn er nicht so brandgefährlich wäre. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ sprach Fahimi von einem „komplett bescheuerten Vorschlag“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Thomas Oppermann, sagte der Zeitung „Welt“: „Der Vorschlag eignet sich für den Satiregipfel.“

“Lebensfremder geht’s nicht”

Wirklich? Warum diese Aufregung? In der Einwanderungsszene Deutscher in den USA gegen Ende des 19. Jahrhunderts ging es nicht nur um Integration sondern sogar um Assimilation! Und was taten die Familien, damit ihre Kinder möglichst schnell Amerikaner wurden? Sie sprachen in ihrem Beisein nur Englisch. Erst wenn die Kinder im Bett waren, erlaubten sie sich mit ihren deutschen Landsleuten ihre Muttersprache.

Hermann Wilhelm E. Suphan (1859-1951) and his young wife Ida, born Scheffler, came to New York in 1882. They originally settled in Manhattan. Their first son William Herman was born here in 1884. [...] It became clear that to be American also signified to speak English. Intelligent immigrants now understood, that their children’s future depended from quick assimilation. [...] Although the immigrant Hermann Wilhelm E. and his family “lived in essentially a German enclave in Brooklyn” – where they had bought real estate – “they would not allow their friends to come over until the three boys (William, Herman and Frank) were in bed so that the children would not hear German being spoken at home. They were determined that the three boys would only learn English and be proper Americans.” The immigrants’ son, William Herman (see below), marrying out of the German-American community accelerated assimilation by this decision.

(2005:  http://www.teu-net.de/genealogie/familien-andere/suphan/suphanstory_e.html)

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