Achtung WERBUNG!

Seit Kurzem schiebt mir Facebook ständig Werbung zwischen die Posts. Ich kann mich nicht dagegen wehren. Da das überall zunimmt, wird der wehrlose private Internetnutzer – obwohl das eigentlich verpönt ist – wohl nur zur Waffe eigener Werbung greifen müssen.

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Bei Amazon habe ich den Interneteinkauf gelernt. Das U.S.-Unternehmen ist  für Bücher immer noch unangefochten das beste Portal. Aber jetzt ist es genug! Der Steuervermeider Amazon zahlt in Deutschland für unsere sich zu Riesenumsätzen addierenden Einkäufe  mickrige 0,5 % Steuern. Das berichtet  heute morgen die SZ.

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Und viertens werde ich dafür von meiner Freundin gelobt.

Also, besprecht auch ihr euch mit eurem Buchhändler oder geht direkt zu http://www.ebook.de.

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Auszug aus der Familiengeschichte Nagel-Teuthorn

Zu meiner Forschungsmethode gehört es u.a. , gezielt Teile meiner Familiengeschichte zu veröffentlichen, um Anknüpfungen selbst zu erhalten oder anderen zu geben.  Diesem Vorgehen entsprechend folgt hier ein in Schleswig und Holstein spielendes Kapitel aus dem Manuskript meiner derzeit entstehenden Familiengeschichte. Der Zeitrahmen sind die ersten 2/3 des 19. Jhdts. Ich möchte besonders auf den Ort Leck und Paten der Familie aufmerksam machen.
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Die Familie Nagel in Leck

Der erste derzeit bekannte Nachweis für Jens Otto NAGEL (Kiel 1803 – Leck 1879) in Leck ist seine Eheschließung mit Marie Wilhelmine HATTING am 24. Mai 1836 in St. Willehad. Er wird bis zu seinem Tod in dieser Stadt leben.

Er ist zu dieser Zeit bereits Arzt in Leck. In den vorhandenen Dokumenten wird er auch als Doktor der Medicin, Armenarzt, Landarzt, in der Volkzählung von 1845 als Distriktarzt und in seinem Sterbeeintrag als pensionierter Arzt bezeichnet. Deshalb ist wohl der Schluss zulässig, das er ein beamteter bzw. behördlich eingesetzter Arzt war.

Seine Frau ist die in Kopenhagen geborene und dort am 6. Juni 1808 getaufte Tochter des Schiffskapitäns Hinrich Friedrich Hatting und dessen Ehefrau Johanna Conradine geb. POGLER, beide aus Kopenhagen. Auch in dieser Verbindung wird die Normalität des engen Miteinanders von dänischer und deutscher Volksgruppe deutlich.

Das Ehepaar bekommt zwischen 1837 und 1849 acht Kinder. Auch in einer Arztfamilie kommen in dieser Zeit nicht alle Kinder durch. Das erste Kind, die Tochter Charlotte Ottilie wird nur 10 Jahre alt, der darauf folgende Sohn Luis nur 6 Tage, aber das dritte Kind, unsere Urgroßmutter, überlebt. Die darauf folgende Tochter Friederike Louise erreicht nur das 4. Lebensjahr, aber die dann geborenen Kinder wachsen normal heran. Somit erreichen fünf Kinder das Erwachsenenalter. Es sind:

Henriette Wilhelmine Fanny
* 19.06.1840 in Leck, † 01.09.1909 in Kiel.

Otto Julius Nicolaus, Buchbinder in Leck
* 03.06.1844 in Leck.

Sophie Friederike
* 06.09.1845 in Leck.

Emil Nicolaus, Salesman (traveling)
* 03.12.1847 in Leck, † 10.02.1932 in La Grange Village, Illinois.

Friedrich Nicolaus (Fritz, Fred N.), Salesman
* 11.12.1849 in Leck, † vor 1910 in U.S..

Alle Kinder leben noch, als beide Eltern Mitte 1879 kurz nacheinander sterben. – Das Leben in Leck muss relativ karg gewesen sein. Immerhin geht aber aus einer Äußerung meines Großvaters hervor, dass die Wohnverhältnisse in Leck großzügiger als die der Familie Teuthorn in Kiel waren. Die Mehrzahl der Einträge im Poesiealbum von Fanny Nagel spiegeln eher bedrückende Lebensumstände wider als Lebensbejahung und Freude. So entlässt der Lecker Landarzt seine Tochter mit dem Ratschlag (1863) in das Leben: „Diese Muesahl des Lebens muß man mit ruhigem Gleichmuth betrachten, dann erst wird das Leben mehr wie erträglich, ja angenehm. Strebe danach, geliebte Tochter, dir diesen Gleichmuth zu erringen und zu erhalten, denn es wird dir oft im Leben über manches Unangenehme hinweghelfen, und dir dadurch das Leben […] sehr erleichtern.“

Auch von Schwester Sophie und Bruder Emil gibt es Einträge in das Poesiealbum. Es ist damit eine schöne Quelle zu verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen.

Auch die bekannten Paten lassen wichtige Rückschlüsse auf Verwandtschaft und Bekanntschaft zu. Außer den Eltern werden in der Abfolge der Geburten zwischen 1837 und 1849 folgende Paten genannt:

  • Pastor Gottlieb HANSEN, in Sieseby, Thumby, * 30.03.1774 in Struxdorf, † 27.08.1850 in Sieseby, Thumby,
  • Nicoline Wilhelmine Amalie von HEIN (verh_BEHRENS), * (err) 1804.
  • Louis (Ludwig) BEHRENS , Gutsinspector in Maasleben, Holzdorf.
  • Pastor NISSEN in Lügum,
  • Pastor NISSEN, in Risum,
  • Henriette verh_MÖLLER, vermutete Mutter des Paul Möller.
  • Friedrich Conrad MÜLLER, Advokat in Leck, bewohnt Hufengebäude, * (err) 1793 in Glücksburg
  • Justizrath K…ster in Leck,
  • Detlev NAGEL in Christiana
  • Juliane Ottilie Lucie SUDE (verh. LINDE), Pastorenfrau, * (s) 1810
  • Frau Pastorin NISSEN aus Lügum,
  • Frau Gerichtsschreiber Sophia Auguste KRÜGER, in Leck, * (err) 1803,
  • Nicolaus Friedrich NISSEN, Pastor in Risum, Risum-Lindholm, * 25.03.1802 in Apenrade, † 07.03.1886 in Wanderup
  • Emil HOLST in Leck,
  • Louise BEHRENS, Hauswirtschaft in Leck, * (err) 1829
  • Henriette MÜLLER
  • Pastor in Ladelund Friedrich Carl Ferdinand HINRICHSEN, * 15.06.1797 in Glücksburg, † 19.05.1852 in Ladelund.

Der Volkszählung von 1845 verdanken wir eine schöne Momentaufnahme unserer Arztfamilie. Auch die Paten erhalten durch diese Datenerhebung weitere Kontur. Neben dem Ehepaar Nagel mit vier unmündigen Kindern lebt auch die 30-jährige unverheiratete Anna Catharina Petersen im Haushalt sowie die 16-jährige Louise Behrens. Da letztere zwei Jahre später auch als Patin für den Sohn Emil erscheint, könnte sie die Tochter der befreundeten Familie Behrens sein, deren Vater die Stelle eines Gutsverwalters auf dem Hof Maasleben bekleidet. Wahrscheinlich hält sie sich hier während eines Haushaltsjahrs auf. Die Wohnung der Familie ist ein „Kathengebäude“. Der Advocat Müller (ebenfalls Pate) bewohnt ein Hufengebäude.

Für den Rekonstruktionsversuch des Lebens des Jens Otto Nagel gilt, was ich weiter vorne zu Ego-Dokumenten gesagt habe. Die einzige Aufzeichnung von eigener Hand ist der Eintrag in das Poesiealbum seiner Tochter. Durch die Abfolge der Kirchenbucheinträge und der Hinweise auf die Taufdaten seiner Kinder entsteht eine vage Ahnung von seinem und dem Leben seiner Familie.

Die Bedeutung von Familie scheint noch einmal in einer weiteren Momentaufnahme bei den Sterbeeinträgen der Eheleute durch, die im Abstand von nur 14 Tagen am 28. Mai 1879 (sie) und 15. Juni 1879 (er) diese Welt verlassen.

Der Pfarrer hat die Hinterbliebenen säuberlich aufgeführt. Sophie ist mit 34 Jahren noch ledig und hat damit wohl keine Ehechance mehr. Zwei Söhne sind bereits um 1869 nach Amerika ausgewandert und dort im Handel tätig. Aber der 35-jährige Otto Julius Nicolaus arbeitet noch als Buchbinder in Leck. Er wird vier Jahre später seinen Brüdern nachreisen. Und Fanny ist in Kiel verheiratet.

Damit müssen wir nun zwei Spuren folgen, die von Leck wegführen, die eine nach Amerika, die andere zurück nach Kiel zu Jens Ottos Schwester Louise. Um die bereits erwähnte enge Verbindung zwischen Leck und Kiel zu verstehen, müssen wir uns ihr zuwenden.
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Dieser Artikel ist Teil meines Projektes, das ich hier bereits vorgestellt hatte:
http://teuthorn.net/feuilleton/?p=3164
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Grabstein der Urgroßeltern gefunden

Grabstein des Ehepaares Bachmann-Corvinus Christian Bachmann 6.7.1859 - 13.2.1938 und Anna, geborene Corvinus 15.1.1864 - 12.12.1937

Aus der Weite des Netzes gilt es wertvolle Schätze zu bergen. Nicht alle kann man selbst finden. Wie gut, wenn ein netter Forscherkollege die Augen offen hält. Steve K. fand die polnischsprachige Website http://www.zaklady-fotograficzne-stettin.com/page197.html und dort eine liebevolle Beschreibung des Fotoateliers meines Urgroßvaters Christian BACHMANN in Stettin.  Ganz am Ende der schönen Darstellung findet sich dieser Grabstein, zu dem es heißt: “Christian Bachmann starb am 13.2.1938 in Messenthin (Msciecino) in der Nähe von Police. Er wurde neben seiner Frau Anna, die zwei Monate und einen Tag vorher gestorben war, begraben. Im Jahr 1998 wurden die Grabsteine des Friedhofs in Msciecino einem Lapidarium in Pölitz (Police) übergeben.”

2. Mai 1935

Zwar hatte ich bereits einiges dazu für mein Buch recherchiert, aber nun gibt es hier eine sehr vollständige Beschreibung und Chronologie mit einer Reihe schöner dort entstandener Porträtfotos und mit Stadtansichten  der jeweiligen Geschäftsadressen. Continue reading

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