{"id":4379,"date":"2014-10-01T23:13:41","date_gmt":"2014-10-01T21:13:41","guid":{"rendered":"http:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?page_id=4379"},"modified":"2014-10-01T23:13:41","modified_gmt":"2014-10-01T21:13:41","slug":"ebook-schreiben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?page_id=4379","title":{"rendered":"eBook schreiben"},"content":{"rendered":"<h3>Abschreckend? Nein, eher herausfordernd!<\/h3>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #993300;\">Die H\u00fcrden f\u00fcr das eBook scheinen f\u00fcr den unerfahrenen User noch recht hoch. Wer sich aber an bestimmte einfache Regeln h\u00e4lt, kann sich anschlie\u00dfend \u00fcber Vorzeigbares freuen. Die Hauptregeln lauten: konsequent einfache Formatierung des Textes und anschlie\u00dfende Konvertierung z.B. mit der freien Software CALIBRE.<\/span><\/p>\n<p>Einen Text f\u00fcr ein eBook zu schreiben, ist zun\u00e4chst einfacher als einen Brief in Word zu verfasssen. Es werden sehr geringe Anforderungen an den Schreiber gestellt. Eigentlich w\u00fcrde ein ganz einfacher Texteditor mit sehr wenigen Formatierungsm\u00f6glichkeiten v\u00f6llig reichen.<\/p>\n<h3>Zum grundlegenden Verst\u00e4ndnis<\/h3>\n<p>Totale Umgew\u00f6hnung! Statt \tgewohnter Layouts, wie wir sie von unserer Writer-Software, sei es MS-Word oder Libre Office,\u00a0 gewohnt sind, ist f\u00fcr eine EPUB-Datei eine saubere und einfache Struktur \tentscheidend. Je spartanischer, je besser. Der verfasste Rohtext ist konsequenterweise h\u00e4sslich. Ein sch\u00f6nes Aussehen ensteht erst auf dem Reader.<\/p>\n<h3>Schritte<\/h3>\n<ul>\n<li>Vergessen wir alles, was \tsich auf die Buch-SEITE, also die Seitenformatierung eines Dokumentes bezieht.  EBook-Reader  haben keine festen Seiten. \tAlles flie\u00dft. Alles ist  einfach. Erst der  Leser eines Textes bestimmt sp\u00e4ter dessen Layout  durch \tWahl der  Schriftgr\u00f6\u00dfe und des Schriftstils auf seinem Reader.<\/li>\n<li>Der verfasste Text ist konsequenterweise zun\u00e4chst h\u00e4sslich. Ein sch\u00f6nes Aussehen ensteht erst auf dem Reader.<\/li>\n<li>Am g\u00fcnstigsten ist es, den Text \tdirekt und m\u00f6glichst gering formatiert origin\u00e4r f\u00fcr das eBook zu verfassen. Alles Zur\u00fcckf\u00fchren eines urspr\u00fcnglich komplex formatierten Textes in die n\u00f6tige einfache Struktur (=Konvertieren) kann st\u00f6rende Restformatierungen hintzerlassen.<\/li>\n<li>Einfache Schriften in Punkt 10 oder 12.<\/li>\n<li>Schriftformat Standard. \u00dcberschriften maximal 2, h\u00f6chstens 3 \tFormate verwenden. (2. und 3. Ebene.)<\/li>\n<li>Alle Formatierungen \u00fcber Formatvorlagen, nicht h\u00e4ndisch, \tvornehmen.<\/li>\n<li>Aufpassen, dass auch alle Absatzmarken in Standard formatiert sind. Fehler f\u00fchren zu einer leeren Kapitel\u00fcberschrift im Inhaltsverzeichnis.<\/li>\n<li>Bei Bedarf Aufz\u00e4hlungen und Auflistungen ohne weitere Formatierungen.<\/li>\n<li>Keine Seitenformatierung, keine Fu\u00dfnoten, keine Kopf- und \tFu\u00dfzeilen.<\/li>\n<li>Bilder k\u00f6nnen Sie in allen webtauglichen Formaten verwenden. Optimal  sind JPG-Bilder. Generell sollten die Bilder eine 2 Millionen Pixel  nicht \u00fcberschreiten. Breite x H\u00f6he in Pixel muss also kleiner als 2  Millionen sein. Andererseits sollte diese Gr\u00f6\u00dfe durchaus ausgereizt werden, da dies die Qualit\u00e4t erh\u00f6ht. Das gilt insbesondere, wenn die Datei auf dem Tablet gelesen wird.<\/li>\n<li>Bilder m\u00fcssen<strong> an der<\/strong> Zeile (<strong>nicht als<\/strong> Zeile) verankert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Desktop-Publishing<\/h3>\n<p>F\u00fcr Leute, die Desktop-Publishing-Software (DTP) wie Adobes InDesign oder QuarkXPress haben (&gt; 1000 \u20ac) und damit arbeiten, ist es dagegen leicht. Sie brauchen nicht mehr weiterzulesen, denn der Export aus ihren Programmen bew\u00e4ltigt die Aufgabe spielend. So hat man mir zumindest gesagt. Sie erledigen also eine Aufgabe unproblematisch, f\u00fcr die der &#8218;Gemeine Familienforscher&#8216; recht viel M\u00fche und (Lern-)Zeit verwenden muss. F\u00fcr Sparf\u00fcchse, die aber gerne DTP anwenden m\u00f6chten,\u00a0 k\u00f6nnte sich ein Test mit der kostenlosen Basisversion des Programmes &#8218;Tango solo&#8216; lohnen.<br \/>\nIn die Formel Zeit + Kosten = Ergebnis m\u00fcssen also diejenigen, die mit kostenloser Open-Source-Technik arbeiten viel Zeit investieren. Das Sch\u00f6ne sind die doch auch auf diese Weise erreichbaren Erfolge. Man k\u00f6nnte also schlussfolgern: <strong>Das eBook ist etwas f\u00fcr nicht auf den Kopf gefallene r\u00fcstige Rentner<\/strong>. Stellen wir uns also der Herausforderung, mit einfachen Mitteln ein vorzeigbares Ergebnis zu erreichen.<\/p>\n<h3>Meta-Daten<\/h3>\n<p>Vom Buch kennen wir Angaben zum Autor, Ver\u00f6ffentlichungsdatum, Copyright, ISBN, ggf. Klappentext. Beim eBook ist das im Prinzip nicht anders und da das eBook, ja auf einen Reader soll, m\u00fcssen wir diese Zusatzangaben bereitstellen. F\u00fcr diese Aufgabe\u00a0 kommt die freie Software Sigil und\/oder Calibre ins Spiel.<br \/>\nDazu kann es hier jetzt kein Tutorial geben. Da sind die Bastler und T\u00fcftler gefragt. Das Thema wird angerissen im Kapitel<br \/>\n<em>Das &#8218;elektrische Buch&#8216;<\/em> in Peter Teuthorn: <em>Genealogisches Publizieren<\/em>, Gilching, Sept. 2014 (eBook), hier &#8211; Werkstatt \/ eBook-Bibliothek &#8211; herunterzuladen.<br \/>\n(Stand 9.10.2014)<br \/>\n<strong><span style=\"color: #993300;\">Nachtrag Juni 2015:<\/span><\/strong><br \/>\n1) <strong>SIGIL<\/strong>: Zum Zeitpunkt der Umr\u00fcstung auf Windows 8.1 und 64-Bit-System war Sigil nicht mehr kompatibel, so dass ich es nicht mehr nutzte. Im Juni 2015 berichtet CHIP jedoch,<\/p>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Fazit:<\/strong>F\u00fcr Nutzer, die eBooks im ePub-Format bearbeiten m\u00f6chten, stellt Sigil ein \u00fcbersichtliches und nutzerfreundliches Tool mit n\u00fctzlichen Funktionen dar. Die Software  befindet sich noch einem fr\u00fchem Entwicklungsstadium, ist aber bereits  problemlos nutzbar.<\/div>\n<div style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Hinweis: <\/strong>Wir bieten Ihnen ein ZIP-Bundle mit der 32 Bit- und der 64 Bit-Version von Sigil zum Download an.<\/div>\n<p>.<br \/>\n2) <strong>Jutoh.com<\/strong>: Diese Software erfordert im Gegensatzu zu Sigil keine HTML-Kenntnis. Sehr gute Ergebnisse. Auch als origin\u00e4res Schreib-Tool geeignet.<br \/>\n3) F\u00fcr September 2015 ist in der <strong>Computergenealogie 3\/2015<\/strong> ein Artikel \u00fcber eBook-Publishing geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschreckend? Nein, eher herausfordernd! Die H\u00fcrden f\u00fcr das eBook scheinen f\u00fcr den unerfahrenen User noch recht hoch. 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