{"id":1317,"date":"2010-09-29T11:08:17","date_gmt":"2010-09-29T21:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=1317"},"modified":"2010-09-29T11:08:17","modified_gmt":"2010-09-29T21:38:17","slug":"familysearch-und-compgen-haben-etwas-gemeinsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=1317","title":{"rendered":"FamilySearch und CompGen haben etwas gemeinsam"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>&#8230;\u00a0 ihre Daten sind frei zug\u00e4nglich.<\/strong><\/span><br \/>\nZuerst habe ich mich richtig ge\u00e4rgert. Nahezu ein ganzes Heft der Zeitschrift Computergenealogie befasst sich mit FamilySearch*), besser unter dem Reizwort Mormonen bekannt. Eine bessere Werbeplattform, auf der auch Offizielle zu Wort kommen, konnte sich das Familienforschungs-Portal gar nicht w\u00fcnschen. Warum braucht es das? Eigentlich kann sich dazu doch jeder selbst seine Meinung bilden. Sicherlich. Aber manchmal braucht es auch einen Ansto\u00df, nach l\u00e4ngerer Zeit einmal wieder in vermeintlich Bekanntes tiefer einzutauchen. Und das Ergebnis ist eindrucksvoll!<!--more--><br \/>\n<strong>indexing.familysearch:<\/strong> ein phantastisches Instrument f\u00fcr Transkription und Digitalisierung von Quellendokumenten. Schade, dass die ideologischen Positionen der beiden christlichen Gro\u00dfkirchen einer Zusammenarbeit entgegenstehen. Dieses Werkzeug k\u00f6nnte Hunderte, ja Tausende von Familienforschern f\u00fcr die nicht vorankommende Digitalisierung der Kirchenb\u00fccher begeistern. Aber zum Gl\u00fcck sind diese ja nicht die einzigen f\u00fcr den Familienforscher wichtigen Quellen. Und so kann man z.B. an der Volksz\u00e4hlung 1890 f\u00fcr Mecklenburg die Technik ausprobieren und \u00fcben. Sie \u00fcberzeugt auf Anhieb. Man kann nur w\u00fcnschen, dass FamilySearch noch weitere wichtige Quellen aus dem deutschen Sprachraum akquirieren und anbieten kann.<br \/>\n<strong>beta.familysearch:<\/strong> Die neue Form, in der die Suchergebnisse dargeboten werden, \u00fcberzeugt mit \u00dcbersichtlichkeit,\u00a0 schematischen Transkriptionsergebnissen von Dokumenten und dem Angebot, selbst einen Blick auf das Original zu werfen. Das ist zwar nicht immer vorhanden und wenn, dann h\u00e4ufig bei einem Bezahldienst einzusehen, aber c&#8217;est la vie, so ist das eben. Was in der eigenen Datenbank vorhanden ist, ist frei zug\u00e4nglich, und wer ein nicht vorhandenes Dokument selbst ansehen m\u00f6chte, erh\u00e4lt den Wegweiser dazu. Das System \u00fcberzeugt.<br \/>\n<strong>Qualit\u00e4t:<\/strong> Weiterhin sind \u00e4ltere Kirchenbuchausz\u00fcge die reine Katastrophe. Aber z.B. neuere Census-Erfassungen sind m.E. inzwischen auf einem guten Niveau. Vor allem wurden offensichtlich weitere Censusjahrg\u00e4nge eingespielt. Die fr\u00fchere Fehlerh\u00e4ufigkeit, die gelegentlich zu einem negativen Pauschalurteil f\u00fchrte, scheint durch Gegenlesen verringert, aber immer noch nicht ganz vermeidbar. So muss der Familienforscher weiterhin &#8211; er ist das ja gewohnt &#8211; verschriebene und durch falsches Transkribieren entstehende Namensvarianten bedenken. So muss man eben weiterhin parallel nach <em>Teuthorn <\/em>und <em>Tenthorn <\/em>suchen.<br \/>\nNun bin ich auf die f\u00fcr die Allgemeinheit angek\u00fcndigte Online-Datenbank gespannt. Es scheint zu erwarten, dass sie sich deutlich von L\u00f6sungen anderer Anbieter absetzt. Ob wohl CompGens GEDBAS dann hinter einer undurchdringlichen Dornenhecke weiterschl\u00e4ft? Man wird sehen.<br \/>\nJedenfalls ist das bisherige Ergebnis der hohen Investitionen bei FamilySearch sehenswert. \u00a0Was daran aber besonders gef\u00e4llt ist das fortdauernde Bekenntnis zum Free Access.<br \/>\n*)\u00a0 Computergenealogie, Magazin f\u00fcr Familienforschung, Heft 3\/ 2010, S. 10-30. (Ich bin jetzt auf dem neuesten Stand, motiviert und nicht mehr ver\u00e4rgert. )<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;\u00a0 ihre Daten sind frei zug\u00e4nglich. Zuerst habe ich mich richtig ge\u00e4rgert. Nahezu ein ganzes Heft der Zeitschrift Computergenealogie befasst sich mit FamilySearch*), besser unter dem Reizwort Mormonen bekannt. 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