{"id":309,"date":"2009-01-19T07:55:21","date_gmt":"2009-01-19T18:25:21","guid":{"rendered":"http:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=309"},"modified":"2018-05-03T17:59:46","modified_gmt":"2018-05-03T17:59:46","slug":"corvinus-der-tote-punkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=309","title":{"rendered":"Corvinus &#8211; der tote Punkt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #993300;\">&#8211; hat man einen \u00fcberwunden, folgt nach einem Naturgesetz der n\u00e4chste.<\/span><br \/>\nDas Herkommen des Akziseeinnehmers <strong><em>Emanuel Friedrich CORVINUS<\/em><\/strong> lag bisher im Dunkeln. Nun fand ich in Band <a href=\"http:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=96\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">6\/7 des Genealogisches Jahrbuch<\/a>, S. 167:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Emanuel Friedrich Corvinus, Bg. 31.7.1749, 2 Tlr, Schneider; * Willmenrod (Westerwald), luth., 29 Jahre, ( V.\u00a0 Joh. Friedrich C., Prediger in W., sp. in Wei\u00dfenburg i. Els.; nicht b. Bopp. Pfarrerb.) Soldat Rgt. Bogislav Schwerin, dient noch.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr mich besteht kein Zweifel, dass es sich bei diesem Corvinus um den <em>K\u00f6nigl. Zoll und Accise Thorschreiber<\/em> handelt, dessen Heirat 1759 in Berlin indirekt nachgewiesen ist.<!--more--><br \/>\nAufgrund des obigen Eintrags kann man nun annehmen, das der gelernte Schneider &#8211; der Beruf \u00fcberrascht mich zun\u00e4chst &#8211; 1720 als Sohn des Pfarrers von Willmenrod ( PLZ 56459 ) dort geboren wurde, wahrscheinlich auf preu\u00dfischer Seite am \u00f6sterreichischen Erbfolgekrieg teilgenommen hatte und am 31. Juli 1749 mit dem Entrichten von zwei Talern Berliner B\u00fcrger wurde. Er war zu dieser Zeit noch Soldat im Regiment\u00a0 Bogislav Schwerin. Es k\u00f6nnte sein, dass er noch am 1756 beginnenden Siebenj\u00e4hrigen Krieg teilgenommen hat, aber wohl noch vor der f\u00fcr Preu\u00dfen verheerenden Schlacht bei Kunersdorf (12.8.1759) aus dem Heer entlassen wurde. Soweit der m\u00f6gliche Lebensweg.<\/p>\n<p>Das eigentlich Weiterf\u00fchrende der Quelle aber ist sein Vater. Denn damit l\u00f6st sich ein bisheriger &#8222;Toter Punkt&#8220; auf und macht gleich Platz f\u00fcr den n\u00e4chsten.<\/p>\n<p>Wer war dieser <strong><em>Johann Friedrich Corvinus<\/em><\/strong>. Der Name und sogar sein Beruf f\u00fchren uns nicht unbedingt sofort weiter. Er hat ja im Grunde einen Allerweltsnamen, n\u00e4mlich zun\u00e4chst den in dieser Zeit en masse vorangestellten Johann, dann ein ebenso wenig aussagef\u00e4higer Friedrich und dann der so h\u00e4ufig latinisierte <em>Rabe<\/em>.\u00a0 Er scheint nicht mit seinem Namens- und Berufsvetter Johann Friedrich Corvinus, dem <em>Pfarrer zu Hornburg bei Halberstadt<\/em> und Verfasser einer Reihe streitbarer Religionsschriften ( siehe VD17 &#8211; digitalisierte Schriften des 17. Jahrhunderts ) identisch zu sein. Wenn er dessen Sohn gewesen w\u00e4re,\u00a0 h\u00e4tte er das ja wohl bei seiner Einb\u00fcrgerung zu Protokoll gegeben. Sein Vater war also <strong>Pfarrer in Willmenrod<\/strong>, sp\u00e4ter dann im els\u00e4ssischen Wei\u00dfenburg\/Wissembourg. Die nachfolgenden K\u00fcrzel des Eintrags &#8211; nicht b. Bopp. Pfarrerb &#8211; kann ich nicht deuten. Evtl &#8222;nicht im Bopparder Pfarrerbuch&#8220;?<\/p>\n<p>N\u00e4chste Recherche-Schritte? Kirchenbuch Willemrod, einschl\u00e4gige Pfarrerchroniken\/ -b\u00fccher. Oder hoffe ich auf\u00a0 Kommissar Zufall?<\/p>\n<hr size=\"1\" \/>\n<p>[1] Genaralmajor Philipp Bogislav von Schwerin war von Februar 1746 bis November 1750 Chef des\u00a0 Infanterie-Regiments Nr. 13, Regiment zu Fu\u00df. Quelle: www.preussenweb.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; hat man einen \u00fcberwunden, folgt nach einem Naturgesetz der n\u00e4chste. Das Herkommen des Akziseeinnehmers Emanuel Friedrich CORVINUS lag bisher im Dunkeln. 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