{"id":7741,"date":"2018-07-08T08:53:47","date_gmt":"2018-07-08T08:53:47","guid":{"rendered":"http:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=7741"},"modified":"2018-07-12T13:09:49","modified_gmt":"2018-07-12T13:09:49","slug":"historische-auswanderungsrouten-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=7741","title":{"rendered":"Historische Auswanderungsrouten nach Amerika"},"content":{"rendered":"<h3>Vorab<\/h3>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Hauptziel der Auswanderung aus Europa im 19. Jahrhundert waren die Vereinigten Staaten von Amerika. F\u00fcr S\u00fcdeurop\u00e4er, also vor allem Spanier und Italiener, lag es nahe S\u00fcdamerika als Ziel zu w\u00e4hlen. Ein dichtes Netz von Schiffsrouten verband die Auswandererh\u00e4fen Europas mit denen der Neuen Welt. Das Transportmittel Schiff wechselte vom Segler der fr\u00fchen Jahre in der Mitte des Jahrhunderts zum Dampfschiff (SS = Steamschip) mit der Unterform des Raddampfers in der K\u00fcstenschiffahrt der USA und sp\u00e4ter zum Motorschiff (MS).<\/p>\n<h3>Wie kommt man ans Ziel?<\/h3>\n<p>Um zu den Auswandererh\u00e4fen zu gelangen, nutzte man in Deutschland in der ersten H\u00e4lfte des Jahrhunderts die Fl\u00fcsse Rhein, Weser und Elbe und wo das nicht m\u00f6glich war die Postkutsche. So gelangte August R\u00f6bling, der sp\u00e4tere Erbauer der Brooklyn-Bridge 1831 vom 11 Mai bis 13. Mai in drei Tagen von M\u00fchlhausen nach Bremen bevor er 77 Tage sp\u00e4ter in Philadelphia landete. Wer nach der Ankunft in einem der H\u00e4fen an der Ostk\u00fcste Amerikas sein Reiseziel im Inland oder gar an der Westk\u00fcste des Kontinents hatte, war auf weitere Transportmittel angewiesen. Eine Kombination von Fluss, Kan\u00e4len und Seen erm\u00f6glichte es in Nordamerika den Hudson hinauf \u00fcber Albany nach den Gro\u00dfen Seen und z.B. Chicago zu gelangen. Planwagentrecks durchquerten den Kontinent, und wer auf die Westseite S\u00fcdamerikas wollte, musste entweder das gef\u00fcrchtete Kap Horn umrunden oder seinen Weg \u00fcber die versumpfte, malariaverseuchte Landenge von Panama w\u00e4hlen. Ab den 50er Jahren revolutionierte das schnell wachsende Eisenbahnnetz das Reisen zu Lande in Europa und Amerika.<\/p>\n<h3>Auswanderer unserer Familie<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend die meisten Auswanderer der Familie Teuthorn von Hamburg, Bremerhaven oder \u00fcber englische H\u00e4fen nach NY und Boston reisten, gibt es <span style=\"color: #3366ff;\">zwei davon abweichende F\u00e4lle. Sie f\u00fchren uns einmal in die Goldrauschregion Kaliforniens (1855 und 1859) und dann nach Chile<\/span>. Beide sind noch nicht endg\u00fcltig erforscht. W\u00e4hrend die Auswanderung aus dem th\u00fcringischen Frankenhausen nach Kalifornien an sich eindeutig ist, aber die Reiseroute noch nicht genau nachgewiesen werden konnte, liegt die Ankunft in Chile auch genealogisch gesehen noch im Halbdunkel.<\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\">Eine Tatsache ist es aber, dass der<a href=\"http:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=7770\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Stammvater aller heutigen Teuthorns in Chile, Otto Teuthorn<\/a>, am 3. Februar 1872 zu den Gr\u00fcndern des Deutschen Klubs im chilenischen Concepci\u00f3n geh\u00f6rte.<\/span><\/p>\n<h3>Die Wege nach Chile<\/h3>\n<p>Da die US-amerikanischen Teuthorns erst sp\u00e4ter einwanderten und umf\u00e4nglich erforscht sind, scheidet eine Weiterwanderung von dort nach S\u00fcdamerika aus. Nat\u00fcrlich habe ich eine Vermutung, die ich aber an dieser Stelle hier jetzt vorsichtigerweise nicht ausbreiten m\u00f6chte. Ich verrate sie aber wahrscheinlich sp\u00e4ter in einem anderen Zusammenhang. <span style=\"color: #3366ff;\">Immerhin reicht diese Vermutung aus, um auf weitere m\u00f6gliche Reisewege neugierig zu sein. Dabei gehe ich von der M\u00f6glichkeit aus, dass bereits Otto Teuthorns Vater nach S\u00fcdamerika kam. Wenn das so gewesen sein sollte, geht es um die Jahre 1848 bis 1850. Und damit sind wir noch in der Zeit der Segelschiffahrt.<\/span> Aus dieser Zeit habe ich zwei interessante Reiseberichte gefunden, auf die ich ein wenig eingehen m\u00f6chte. Sie zeigen exemplarisch, welchen Gefahren und Unw\u00e4gbarkeiten fr\u00fchere Schiffsreisende ausgesetzt waren. Neben selbstverst\u00e4ndlichen St\u00fcrmen und Unwettern, die vom vorgesehenen Kurs abbrachten, drohten Gefahren vor allem von langer Reisedauer, einseitigem Proviant und mangelndem Trinkwasser.<\/p>\n<p>Zwei Berichte folgen in sp\u00e4teren Posts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorab Hauptziel der Auswanderung aus Europa im 19. Jahrhundert waren die Vereinigten Staaten von Amerika. 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