{"id":9,"date":"2006-10-13T02:01:00","date_gmt":"2006-10-12T19:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=9"},"modified":"2006-10-13T02:01:00","modified_gmt":"2006-10-12T19:01:00","slug":"emils-vergebliche-versuche-in-amerika-fus-zu-fassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=9","title":{"rendered":"Emils vergebliche Versuche, in Amerika Fu\u00df zu fassen"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\">Im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde befinden sich im Bestand Kolonialamt drei Personalaktenst\u00fccke zu Gro\u00dfvater Emil. Die Personalakte beginnt mit seiner Einstellung bei der Kaiserlichen Eisenbahnverwaltung am 22. Juni 1899 und endet 1919.<\/p>\n<p>Ich erwarte in den n\u00e4chsten Tagen noch einige Kopien. Allerdings ergibt sich schon jetzt aus den bisher durchgesehenen Papieren etwas f\u00fcr mich Neues. Emil hatte nicht etwa von Anfang an vor, st\u00e4ndig in S\u00fcdwest zu bleiben. Er unterbrach seinen Aufenthalt dort zweimal, um andere und lohnendere Besch\u00e4ftigungen zu finden. Dabei vermischen sich Arbeitssuche und abenteuernde Neugier. Erst mit seiner Heirat im August 1909 wurde er endg\u00fcltig in Windhuk sesshaft.<br \/>\n1902 besuchte er das erste Mal nach sieben Jahren Deutschland und seine Eltern in Kiel, kehrte aber planm\u00e4\u00dfig direkt nach Deutsch S\u00fcdwestafrika zur\u00fcck. Anfang August 1903 k\u00fcndigte er seine Arbeit<span> <\/span>bei der Bahn und kehrte nach Aufenthalten in Deutschland und den USA erst nach 1 \u00bd Jahren zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Im Jahr 1907<span> <\/span>versuchte er ein drittes Mal sein Gl\u00fcck in Amerika: <em>&#8222;Am 7. April 1907 verlie\u00df ich S\u00fcdwest, <span style=\"font-weight: bold;\">fuhr nach kurzem Aufenthalt in Deutschland wieder nach Amerika <\/span><span style=\"font-weight: bold;\">mit der festen Absicht mir dort ein dauerndes Heim zu gr\u00fcnden<\/span>. Ich durchquerte, die verschiedensten Arbeiten verrichtend, die Union; bei Ausbruch der Krisis, Ende vorigen Jahres arbeitete ich in einer S\u00e4gem\u00fchle im \u00e4u\u00dfersten Nordwesten und wurde beim allgemeinen Niederschluss der M\u00fchlen, mit 1000den anderer Leute entlassen. Die gro\u00dfen St\u00e4dte boten ebenso wenig Aussicht auf Besch\u00e4ftigung, die Aussicht auf Arbeit in Faktoreien erschien mir so gering, dass ich mich entschloss nach hier zur\u00fcckzukehren.<\/em> <em>Am 5. Mai dieses Jahres <\/em>[1908]<em> landete ich zum letzten Mal in dieser Kolonie..&#8220;<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Offensichtlich war er von Amerika noch st\u00e4rker als von S\u00fcdwestafrika fasziniert, fand aber dort keine gute Chance. Das mag auch daran liegen, dass er ja nach dem Schulabschluss in Kiel keinen Beruf erlernt hatte und deshalb anders als gleichzeitig ausgewanderte Handwerksgesellen, nicht zu den gesuchten Fachkr\u00e4ften geh\u00f6rte. Die jetzt zeitlich belegten Amerikaaufenthalte nach seiner ersten Einreise im<span> <\/span>Jahre 1895 erkl\u00e4ren auch, weshalb Emil sich in sp\u00e4teren Jahren noch so gut in der englischen Sprache ausdr\u00fccken konnte. Belege hierf\u00fcr bietet seine Korrespondenz mit den amerikanischen Nachkommen seiner Schwestern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde befinden sich im Bestand Kolonialamt drei Personalaktenst\u00fccke zu Gro\u00dfvater Emil. Die Personalakte beginnt mit seiner Einstellung bei der Kaiserlichen Eisenbahnverwaltung am 22. Juni 1899 und endet 1919. <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/?p=9\">Lesen Sie weiter &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","footnotes":""},"categories":[28,7,39],"tags":[131],"class_list":["post-9","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-amerika","category-familie","category-namibia","tag-emil"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/teuthorn.net\/feuilleton\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}