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Saale-Radwanderweg (Fr, 28.8.)

Saalfeld – Jena (55 km)

  • Wetter: bewölkt trocken, später auch Sonne.
  • Strecke: Ab hier wird der Saale-Radwanderweg ein normaler Flussradweg, d.h. das Gelände ist meist flach und kleine durch die Topographie bedingte Zumutungen, wie die kurze 10prozentige Steigung bei Niederkössen bleiben die Ausnahme. Häufig sind die Wege auschließlich für die Radler angelegt und asphaltiert.

Die ersten 10 km führen durch saubere Industriegelände von Schwarza und Rudolstadt.  Da ich Rudolstadt und sein Schloss “Heidecksburg” von meinen Archivbesuchen (Thüringisches Staatsarchiv Rudolstadt) wirklich  gut kenne,  fahre ich heute an meinem zeitweiligen genealogischen Arbeitsplatz vorbei, freue mich aber am Anblick der schönen Burg.  Zwischen Rudolstadt-Cumbach und Catharinenau lange Reihe von Zwetschgenbäumen mit jetzt reifen Früchten, die zu Mundraub einladen. Schöne Ausblicke auf das linke Saaleufer mit u.a. Orlamünde, Kahla mit gegenüber liegender Leuchtenburg.

Bevor ich bereits um 14 Uhr die liebenswerte Jenaer Innenstadt erreiche,  irritiert den Ankommenden eine eigenartige Ansicht. Wie eine überdimensionierte mittelalterliche Stadtmauer schiebt sich ein  – wie es scheint – kilometerlanger Plattenbauriegel vor die Stadt. Aber dann folgt Stadtarchitektur. Ich komme gerade rechtzeitig auf den Jenaer Alten Markt, um eine SPD-Wahlveranstaltung mit Kanzlerkandidat Steinmeier mitzuerleben. Das Interessanteste sind Organisationsmaßnahmen und Bodygards, sonst das Übliche. Jena ist eine lebendige Stadt, und sie scheint an diesem Sommertag auch besonders durch junge Leute geprägt. In der Nähe des Jentowers am Nikolaiplatz zweigt die Wagnerstraße mit ihrer “On-Street-Gastronomie” ab.  Absolut südliches Flair, sogar vergleichbar mit ähnlichen Sommerabenden in Athen oder Theben.

Heute muss ich einmal ein Lob auf mein Rad, ein Staiger-Oregon, singen. Das leichte Gewicht ist beim Tragen über Treppen – nicht überall gibt es auf den Bahnsteigen Fahrstühle – und beim Einstieg in die Fahrradabteile der Bahn ein Gewinn.  Der Sattel in Verbindung mit Odlo-Radlerhose lässt Sitzprobleme gar nicht erst aufkommen. Mit den  Magura-Bremsen habe ich mühelos jederzeit volle Kontrolle und auch bei den abzubremsenden Abfahrten keine störenden Quietschgeräusche.  Ein Lob also auf die moderne Radtechnologie!

Karte zur 4. Etappe:  http://www.saale-radwanderweg.de/index2.htm

PS
Wordpress hat eine neue Galeriefunktion, die ich hier erstmals verwende. Damit entfällt Bastelarbeit hinsichtlich der Bilder.

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