Zur Müllerin hin! So lautet der Sinn.

Und wie kommt er hin? Natürlich per Wandern, denn“Das muß ein schlechter Müller sein, dem niemals fiel das Wandern ein, das Wandern.” Und nun muss man nur noch “immer weiter, und immer dem Bache nach”. Denn “Es gehn ja Mühlenräder in jedem klaren Bach.”

Beim Dichter Wilhelm Müller, aus dessen “Wanderschaft” diese Ausschnitte natürlich stammen, steht der Sinn des wandernden Müllergesellen romantisch aber unrealistisch nach der jungen schönen Müllerstochter. Die muss ihn natürlich abweisen, weil sie einen selbständigen Ernährer braucht.

Im richtigen Leben aber kommt der Müllergeselle als tüchtiger Arbeiter in eine Mühle. Nicht die schöne Tochter, sondern die gestandene Müllerswitwe ist begehrenswert. Denn ihr gehört – noch – die Mühle. Unsere Müllerswitwe ist Maria Sophia DÜNKEL, 35 Jahre alt, der Müllerbursche ist Christian Ludwig Günther STEINHÄUSER, 28 Jahre alt. Die Mühle ist die Rosenmühle in Frankenhausen. Die Heirat findet dort am 27.6.1786 statt. – So ist das wahre Leben.

Mit einem Ausschnitt aus der Geschichte der Müllerfamilie Steinhäuser sind die Frankenhäuser Familien wieder um einen Namen angewachsen.

Liedtext

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