Die alten Münchener Melderegister – Wer darf sie digitalisieren?

1,2 Kilometer lang, 4,75 Millionen Seiten. Geburten (bis 1906), Sterbefälle (bis 1955) Hochzeiten (bis 1955).  Für die Digitalisierung liegen Angebote der Mormonen vor – kostenlos per Internet zugänglich – und von Ancestry – exclusiv im Internet gegen Gebühr zugänglich; die Stadtbücherei darf sie erst nach 3 Jahren auf ihre Website stellen.
Die SZ vom 19. Januar berichtet unter den Überschriften ‚Firmen wollen ans Münchener Melderegister‘ und ‚Schützt den Schatz‘ über die Münchener Melderegister des Stadtarchivs, die aus konservatorischen Gründen dringend digitalisiert werden müssen. Geschätzte Kosten 2,5 Mio €.  Wie wird die Stadt am Mittwoch entscheiden?
Die Tendenz der Überschriften ist schon sprachlich entlarvend. Den Schatz schützen, ans Leder? wollen. Emotion statt nüchternem Lösungsvorschlag. Am liebsten wäre es wohl manchen, alles bliebe beim Alten. Der Kommentator aber hat schon die Lösung:

‚Weil niemandweiß, was in in vielen Jahrzehnten einmal mit den Daten passiert, sollte die Stadt sie auch jetzt lieber bei sich behalten.‘

Das wäre dann also das dritte Angebot. Toll! Wir müssen uns nicht wundern, dass bei uns so vieles so langsam vorangeht. Da bei einer Entscheidung in Bayern die Mormonen wohl per se ausscheiden, können nun Wetten für Ancestry oder den Status quo abgegeben werden.

1 thought on “Die alten Münchener Melderegister – Wer darf sie digitalisieren?”

  1. DIE BESTEN SIND DIE MORMONEN!!!
    Ancestry Daten muss der Normalsterbliche teuer bezahlen ! So ist die Forschung auf gut betuchte reduziert, ich kann mir es nicht fort leisten! Bei den Mormonen sind die Daten kostenlos zugänglich und jeder der forschen möchte, kann dies tun!!,

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