Seifensieder & Asche – endlich gedruckt

Von der Recherche über das Manuskript zum Druck in einer Zeitschrift, das kann ein langer Weg sein. Bereits Anfang 2011 stand die Idee zu dem jetzt veröffentlichten Aufsatz. Ende Juni 2013 ist er nun endlich erschienen. Und trotzdem hätte ich mir ein günstigeres Layout gewünscht. Inhaltlich gibt es aber eigentlich bis auf den stets anwesenden Fehlerteufel nichts zu kritisieren. Diesmal hat er das richtige Jahr 1797 durch den bösen Trick des Zahlendrehers verfälscht und aus der richtigen Salzsiederpfanne eine so nicht existierende Seifensiederpfanne gemacht.

Im Zentrum der Darstellung steht eine Archvalie aus dem Staatsarchiv Rudolstadt, die mich schon im Jahr 2009 fasziniert hatte. Im Jahre 1797 streitet der Kelbraer Seifensieder Haake mit der Zunft der Frankenhäuser Seifensieder um das Recht, Asche, einen der Rohstoffe zur Seifenherstellung, in den umliegenden Dörfern aufkaufen zu dürfen. Der Fall zeigt den Widerstreit zwischen drängender Gewerbefreiheit und überkommenen Zunftprivilegien. Aber wie kann man das sinnvoll und verständlich präsentieren? Dazu muss der Prozess der Seifenherstellung beschrieben werden. Dafür konnte ich einen befreundeten Chemiker, Hobbyhistoriker und Genealogen gewinnen. So entstand unser Gemeinschaftsaufsatz.

Görmar, Gerhard & Teuthorn, Peter: Die Frankenhäuser Seifensieder und der knappe Rohstoff Asche, in Familie und Geschichte, Hefte für Familiengeschichtsforschung im sächsisch-thüringischen Raum, Heft 1, Januar-März 2013, S. 1-20.

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