Familiengeschichte im Zeitungsformat – (m) ein Versuch aus analoger Zeit

Die Gesamtansicht der PDF-Datei macht meine Absicht deutlich, Familiengeschichte im Zusammenhang mit den zeitlichen Ereignissen aus Regional- und Gesamtgeschichte darzustellen.

Als ich vor etwa zwei Jahrzehnten mit der Familienforschung begann, war mein erster Adressat die engere Familie. Ich hatte zwar schon eine kleine Homepage (das war der damalige Begriff), aber meine ersten Versuche, meine Familie für mein Hobby zu begeistern, verschickte ich noch per Brief mit selbst geleckter Briefmarke. Nur wenige hatten schon eine eMail-Adresse, WhatsApp war noch in weiter Ferne, von Social Media gar nicht zu reden.

Erster zaghafter Publikationsversuch

Beim Ordnen meiner Manuskripte stieß ich nun wieder auf diesen Versuch mit einer kleinen Familienzeitung. – Schon damals suchte ich einen Weg, Familiengeschichte mit regionaler und Zeitgeschichte zu verbinden. Am günstigsten und nächsten für solchen Hintergrund ist natürlich die Tageszeitung. Die Ausgabe vom 20.10.1927 hatte ich im Lesesaal des damaligen Archivs Greifswald vor Augen. Heute reicht der Blick in digitale Online-Ausgaben. Eine Reise wird dann verzichtbar. Greifswalder Ausgaben fand ich hier unter https://digitale-bibliothek-mv.de/viewer/toc/PPN732592348/1/-/. Allerdings ist die von mir durchgesehene Ausgabe leider nicht dabei.

Plan eines Gesamt-Portals

Zur Zeit entwickeln sich viele dieser Digitalisierungsinitiativen nebeneinander. Wie bei Corona macht jeder sein eigenes Ding. Das müssen wir in unserem föderalen System aushalten.

Siehe auch meine Blogbeiträge: http://teuthorn.net/feuilleton/?p=9296 und http://teuthorn.net/feuilleton/?p=6004

Fazit

Die FamilyTeuthorn-Nachrichten führten ein verborgenes Leben, und ich bin mir auch nicht sicher, ob sie überhaupt und wenn, in der Weise gelesen wurden, wie ich es mir erhofft hatte. Auch wurde diese Form, Genealogisches in Miniatur und Andeutung mitzuteilen, bald durch modernere Formate ersetzt. Wenn ich es aber aus der Rückschau recht bedenke, ist es eigentlich schade, dass sie nur vier Auflagen erlebten. Für mich wohnt, um es mit Hermann Hesse zu sagen, diesem Anfang auch ein Zauber inne.

2 thoughts on “Familiengeschichte im Zeitungsformat – (m) ein Versuch aus analoger Zeit”

  1. Hallo Peter,
    mit einer eigenen Familienzeitung Angehörige für Familiennachrichten zu interessieren ist eine ausgesprochen gute Idee. Für heutige Verhältnisse sind die TFN vermutlich aber zu textlastig. In der Lesezeit könnte man gar viele Posts wischen und “liken”.
    Der Ansatz ist aber echt interessant. Man könnte Jubiläums-Nachrichten aufnehmen (runde Geburts- und Hochzeitstage der Vorfahren, mühelos auszuwerten mit Genealogie-Software), kleine Kreuzworträtsel (Geburtsort Johann Sebastian Teuthorns…) und Auflugtipps “Wochenendausflug in den Kyffhäuserkreis – das müssen Sie sehen” aufnehmen. Eine historische Postkarte aus Amerika mit einem Ankunftsgruß ausgewanderter Angehöriger gepaintshopt, vielleicht noch das Rezept einer Schildkrötensuppe aus einem Kochbuch des 19. Jh. und schon sitzt die anverwandte Hausfrau im Boot 😉 Da bekomme ich glatt Lust, sowas auch zu versuchen.

    1. Schön Daniel, die Kreativität, die mein Jahre zurückliegender Versuch freisetzt. Ja, die Zeiten ändern sich und wir (müssen) ändern uns in ihnen, kann man in Erweiterung des lateinischen Sinnspruchs feststellen. Deshalb plädiere ich heute für Blogbeiträge. Aber man kann das nicht von allen erwarten. Deshalb ist es gut, dass wir weiter Zeitungen, Zeitschriftenaufsätze und Bücher haben.

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